Live Call #Kriegsenkel

Im nächsten LiveCall #Kriegsenkel, am 22.09.2021 um 19:30 Uhr, wird es um folgendes Thema gehen: Was musstest du tun, um zur Familie zu gehören?

Wenn du dabei sein willst, dann melde dich einfach hier an: mailto@meyer-legrand.eu Ich schicke dir umgehend den ZOOM-Link.

Was musstest du tun, um zur Familie zu gehören?

Kennst du auch diese große Sehnsucht, ganz selbstverständlich dazuzugehören – zu einem Freundeskreis, zu einer Partnerin oder einem Partner, zu deiner Herkunftsfamilie? Einfach willkommen zu sein, so wie du bist, ohne dich anstrengen zu müssen? 

Wer kennt diese Sehnsucht besser als die Kriegsenkel, die in Familien aufgewachsen sind, in denen von ihnen schon früh verlangt worden ist, alles zu tun, damit es den bedürftigen Eltern gut ging? Dennoch sind viele zunächst verblüfft, wenn ich sie in meinen Coaching- und Therapie-Gesprächen frage, was sie tun mussten, um zu ihrer Familie zu gehören. Aber dann geht es ganz schnell: 

„Ich glaube, ich habe nie dazugehört, obwohl ich alles dafür getan habe. Als Kind habe ich bei jeder Gelegenheit gehört, alles falsch zu machen.“

Die Zugehörigkeit zur Familie war in den Kriegsenkel-Familien häufig mit einem Verhalten verknüpft, das an der Bedürftigkeit der oftmals traumatisierten Eltern orientiert war. Und so waren sie „brave“ Kinder, leistungsstark und immer zur Stelle, wenn jemand Hilfe brauchte. Nur ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse kamen selten vor. Vielen ist es so ergangen, wie es an dem folgenden Zitat deutlich wird: 

„Das Wichtigste, das er gelernt hatte, hatte er aus der Notwendigkeit gelernt, sich zu seiner Mutter zu verhalten. Was er geworden ist, ist er ihretwegen geworden.“ (S. 61, LIEBEN, T. Espedal, 2021)

Für viele Kriegsenkel war dieses Gefühl, nicht dazuzugehören, ein Motiv, die Herkunftsfamilie bei der ersten Gelegenheit zu verlassen und ganz eigene Wege zu gehen. Das Gefühl aber, nicht dazuzugehören, hat sich für viele in den unterschiedlichsten Situationen erneut eingestellt. Oftmals geht es mit einer Selbstwahrnehmung einher, die besagt: Ich bin falsch. Die Auswirkungen sind bis heute spürbar:

„Bis heute habe ich den Eindruck, ich passe nirgendwo rein. Mal bin ich zu laut, dann wieder zu leise. Nie richtig.“ 

Was musstest du tun, um zur Familie zu gehören und welche Auswirkungen hat das bis heute?

Diesen Fragen gehen wir im kostenfreien Kriegsenkel:innen LiveCall, am 22.09.21, von 19.30 bis 20.30 Uhr, nach.

Bist du dabei? Dann melde dich hier an: mailto@meyer-legrand.eu . Ich schicke dir den Link.

Herzliche Grüße
Ingrid

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